Undokumentierte, bereits verdeckte Bauteile
Abdichtung, Bewehrung und Anschlüsse sind eingebaut, aber niemand hat Fotos gemacht. Im Streitfall fehlt der Beweis, dass korrekt gearbeitet wurde.
Der fertige Rohbau ist der letzte Moment, in dem die Konstruktion ohne Verkleidung sichtbar ist. Alles, was jetzt nicht dokumentiert ist, verschwindet hinter Putz, Dämmung und Installationen. Für die Teile, die bereits verdeckt sind, brauchst du stattdessen Nachweise.
Abdichtung, Bewehrung und Anschlüsse sind eingebaut, aber niemand hat Fotos gemacht. Im Streitfall fehlt der Beweis, dass korrekt gearbeitet wurde.
Feine Risse an Materialwechseln und über Öffnungen werden gerne als normal abgetan. Ob sie es sind, entscheidet Verlauf und Breite.
Verschobene Wände, geänderte Öffnungen oder fehlende Aussparungen fallen oft spät auf. Wenn der Innenausbau danebenliegt, wird eine Korrektur extrem teuer.
Bleibt der Rohbau ungeschützt, dringt Feuchte ein. Das verzögert später die Austrocknung von Putz und Bodenaufbau.
Fotografiere jede Wandseite als Raumübersicht. Nimm danach Fenster, Türöffnungen und Materialwechsel im Detail auf. Das sichert Beweise vor dem Verputzen.
Prüf Wandlagen und Aussparungen anhand der freigegebenen Baupläne. Abweichungen müssen vor dem Innenausbau geklärt sein.
Fotografiere die ganze Wand und danach den Riss nah mit einer Münze oder einem Lineal daneben. Lass auffällige Risse vor dem Weiterbau fachlich klären.
Frag schriftlich nach Fotos und Protokollen zu Abdichtung, Bewehrung und Ringankern (Betonband in der Wand). Das ist dein einziger Nachweis für diese nun verdeckten Bauteile.
Lass jeden offenen Punkt vor der Unterschrift ins Protokoll eintragen. Ohne Vorbehalt gilt der Rohbau als mängelfrei.
Sicher deine Fotos geordnet und lass deine Rohbau-Dokumentation auf Vollständigkeit analysieren.