Geschossdecke betoniert: Was du jetzt noch prüfen kannst

Eine frisch betonierte Decke ist für kurze Zeit vollständig einsehbar. Danach kommt das nächste Geschoss oder der Dachstuhl darauf, und Deckenränder, Durchdringungen und Anschlüsse verschwinden unter dem weiteren Aufbau.

Die häufigsten teuren Baumängel an der frischen Decke

Fehlende oder zugeschüttete Durchdringungen

Aussparungen für Kamin, Lüftung oder Installationsschächte werden vergessen oder mitbetoniert. Kernbohrungen im Nachgang sind teuer und können die Bewehrung treffen.

Risse durch zu schnelles Austrocknen

Fehlt die Nachbehandlung, reisst die Deckenoberfläche. Der Bodenaufbau verdeckt diese Risse später, was zu unbemerkten Feuchteschäden führen kann.

Unebene Deckenoberfläche

Zu grosse Höhenunterschiede rächen sich beim Bodenaufbau: Er wird dicker, teurer und die Aufbauhöhen an Türen stimmen nicht mehr.

Mangelhafte Randausbildung und Anschlüsse

An Balkonen und Auskragungen entscheidet der Anschluss über Wärmebrücken und Feuchteschäden. Genau dort wird oft improvisiert.

Das solltest du jetzt an der frischen Decke dokumentieren und prüfen

  1. Deckenfläche im Überblick

    Fotografiere die gesamte Decke von mehreren Standpunkten. So dokumentierst du den Gesamtzustand, bevor weitergebaut wird.

  2. Jede Aussparung und Durchdringung

    Gleich jede Öffnung mit dem Plan ab. Fotografiere Lage und Grösse (Massstab ins Bild legen) und meld Abweichungen sofort.

  3. Deckenränder und Auskragungen im Detail

    Fotografiere besonders Balkonanschlüsse und Aussenkanten rundum. Diese Bereiche sind später kritisch für Wärmebrücken.

  4. Oberfläche mit Streiflicht

    Fotografiere die Fläche schräg im Licht. Durch den Schattenwurf werden Risse und Unebenheiten deutlich sichtbar.

Bevor das nächste Geschoss folgt

Lade deine Fotos hoch und lass Deckenränder, Aussparungen und Oberfläche systematisch auf typische Auffälligkeiten prüfen.

So funktioniert's