Haustechnik: Der 80/20-Rundgang für die kritischen Stellen

Egal, ob gerade mehrere Handwerker gleichzeitig arbeiten oder du den exakten Bauabschnitt schwer einordnen kannst: Verlier dich jetzt nicht in technischen Details. Konzentrier dich bei deinem Rundgang auf die Stellen in der Haustechnik, die am teuersten werden, sobald Putz oder Bodenaufbau folgt.

Die Rote Liste: Was du sofort prüfen musst

Aufgeschlitzte Wände und Statik

Waagerechte oder besonders tiefe Schlitze in tragenden Wänden sind heikel. Fotografieren und die Bauleitung informieren, bevor verputzt wird.

Leitungen auf dem nackten Boden

Geknickte, beschädigte oder übereinanderliegende Rohre und Kabel lassen sich nach dem Bodenaufbau nur noch aufwendig reparieren.

Offene Rohrenden ohne Stopfen

Fehlende Stopfen lassen Bauschutt in Rohre gelangen und verursachen später schwer zugängliche Verstopfungen.

Müll und Beschädigungen zwischen den Gewerken

Kabelreste unter Rohren oder Löcher in Dampfsperren werden gerne mit eingegossen – das sorgt später für mangelnden Schallschutz, Risse und Streit.

Schnittstellen, die du jetzt dokumentieren solltest

  1. Rundgang auf offene Wände und Böden beschränken

    Fotografiere offene Schlitze, Bodenleitungen und Vorwände, bevor sie verdeckt werden. Ignorier bereits fertige Bereiche.

  2. Jede Auffälligkeit zweimal fotografieren

    Fotografiere zuerst den Raum, dann die Stelle mit Zollstock als Größenvergleich. Notier Ort und Arbeitsbereich.

  3. Offene Enden und Schnittstellen sichern

    Kontrollier den festen Sitz von Rohrkappen und halt fehlende Schutzabdeckungen per Foto fest.

  4. Auffälligkeiten vor dem Verdecken melden

    Informier die Bauleitung schriftlich und verlang eine Klärung, bevor weitergearbeitet wird.

Vor dem Verdecken sichern

Lade deine Fotos hoch. Du bekommst eine Einordnung, was sofort zählt und welches Detail-Blatt als Nächstes passt.

So funktioniert's