Die häufigsten Baumängel
Fast jede Baustelle hat Mängel – im Schnitt Dutzende pro Neubau. Teuer werden sie erst, wenn niemand sie rechtzeitig entdeckt. Das sind die Klassiker:
Risse in Wand, Decke und Unterboden
Nicht jeder Riss ist ein Mangel – Schwindrisse im Unterboden sind oft harmlos, Setzungsrisse im Mauerwerk nicht. Entscheidend sind Verlauf, Breite und Lage. Ein Foto reicht, um eine erste Einschätzung zu bekommen, ob der Riss beobachtet oder beanstandet gehören sollte.
Feuchtigkeit und undichte Stellen
Feuchte Wände, nasse Keller, Wasserflecken an der Decke: Feuchteschäden gehören zu den teuersten Baumängeln überhaupt, weil sie sich oft erst spät zeigen. Je früher eine feuchte Stelle dokumentiert und geklärt ist, desto kleiner der Schaden.
Schimmel im Neubau
Schimmel kurz nach Einzug ist häufig ein Baumangel – zu viel Baufeuchte, Wärmebrücken oder fehlerhafte Dämmung. Schwarze Flecken an Wand oder Fensterlaibung gehören geprüft, bevor sie sich ausbreiten.
Abdichtung in Bad und Dusche
Fehlende oder fehlerhafte Abdichtungen unter Fliesen zeigen sich erst nach Jahren – dann sind sie besonders teuer. Vor dem Verfliesen ist der einzige Moment, in dem sich die Abdichtung am Foto prüfen lässt.
Fenster- und Türanschlüsse
Undichte Anschlussfugen, schief eingebaute Fenster, klemmende Türen: Anschlussdetails sind fehleranfällig und wirken direkt auf Energieverbrauch und Wohnkomfort.
Rohbau: Beton und Mauerwerk
Kiesnester, sichtbare Bewehrung, nicht gefüllte Mörtelfugen – Rohbaumängel lassen sich nur dokumentieren, solange sie sichtbar sind. Danach verschwinden sie hinter Putz und Dämmung.